Das Museum Stadt Miltenberg am berühmten Miltenberger Marktplatz (Foto: Holger Leue)
Dauerausstellung "Fischerei" im Museum Stadt Miltenberg (Foto: Holger Leue)
Mitmachstation im Museum Stadt Miltenberg (Foto: Holger Leue)
Die "Schwarze Küche" im Museum Stadt Miltenberg (Foto: Holger Leue)
Das Museum Stadt Miltenberg am berühmten Miltenberger Marktplatz (Foto: Holger Leue)
Dauerausstellung "Fischerei" im Museum Stadt Miltenberg (Foto: Holger Leue)
Mitmachstation im Museum Stadt Miltenberg (Foto: Holger Leue)
Die "Schwarze Küche" im Museum Stadt Miltenberg (Foto: Holger Leue)

Museum Stadt Miltenberg

5 Min. Fußweg
Haltestelle Linde
5 Min. zur Haltestelle
20 Min. zum Bahnhof

Drei historische Fachwerkhäuser am berühmten Miltenberger Schnatterloch beherbergen das Museum Stadt Miltenberg. Die umfangreiche und außergewöhnliche Sammlung des Museums geht auf das 19. Jahrhundert zurück und wurde stetig erweitert. Die Dauerausstellung zeigt Stadt- und Regionalgeschichte von der Steinzeit über die Römerzeit bis in die Gegenwart, sowie folgende Spezialthemen: Judaica, Spielzeug, Jagd, Volksfrömmigkeit, Keramik, Alltag.

Die Dauerausstellung

Das kulturhistorische Museum erstreckt sich über drei Häuser und insgesamt 45 Räume. Ein Rundgang führt Besucher*innen durch die Dauerausstellung mit den folgenden Schwerpunkten:

  • Römerzeit
  • Entstehung Miltenbergs
  • Glaubens Sache
  • Vom Alltag
  • Bayerische Zeit
  • Galerie
  • Hausgeschichte(n)

Hausgeschichte

Das Museum Stadt Miltenberg erstreckt sich über drei Häuser am Miltenberger Marktplatz. Hausnummer 171, die Alte Amtskellerei oder auch Haus Miltenberg genannt, hat eine ebenso wechselvolle Geschichte wie das Doppelhaus Nr. 173-175.

Alte Amtskellerei / Haus Miltenberg

Das Kerngebäude des heutigen Museums ließ 1541 der kurmainzische Amtmann Bernhard von Hardheim errichten. Er war der oberste Vertreter des Mainzer Erzbischofs in Miltenberg und Umgebung. 1593 gelangte das Anwesen an den kurfürstlichen Hofmeister Ambrosius Brosamer. Er ließ die Erker, die offene Wendeltreppe und neue Türen und Stuckdecken einbauen und verdeutlichte damit seinen sozialen Aufstieg und Reichtum. 

Nach Brosamers Tod erwarb die kurfürstliche Verwaltung 1625 den schmucken Bau und nutzte ihn fortan als Amtskellerei. Auch nachdem 1803 die geistlichen Fürstentümer aufgehoben worden waren, blieb die Funktion des Hauses unter der neuen Fürstlich Leiningenschen Regierung zunächst gleich. Die Hausherren wechselten in den folgenden Jahren mehrfach.

Als Miltenberg 1806 badisch wurde, zog der badische Rentbeamte ein, und ab 1810 residierte hier der großherzoglich hessen-darmstädtische Hoheitsbeamte. Nach dem Übergang der Stadt an das Königreich Bayern, wechselte dieser nur den Dienstherren, nicht den Dienstsitz. 1826 verlegte man das Rentamt nach Klingenberg.

Ab diesem Zeitpunkt musste das "Haus Miltenberg" seine Funktion als Amtsgebäude abgeben und unterschiedliche Privatpersonen zogen in das stattliche Fachwerkhaus am Marktplatz. Darunter der Kaufmann Georg Friedrich Schwaab und später der Ratschultheiß und Chronist Michael Joseph Wirth, Vater des berühmten Malers und Porträtisten Philipp Wirth, der die Räume ebenfalls bewohnte.

1913 kaufte die Stadt die Immobilie, um sie zum Pfarrhaus umzuwidmen. Wie zuvor, beklagten auch die Pfarrer das feuchte, ungesunde Klima des Gebäudes und forderten den Einbau einer Heizung.  Daraus entstand der Wunsch nach einer Generalsanierung, welcher in einem Umbau zum Museumsgebäude mit einem neuen Konzept für die Dauerausstellung mündete. 1996 wurde die Dauerausstellung in der Alten Amtskellerei eröffnet.

Doppelhaus / Ehemaliges Armenhaus

2006 eröffnete die Erweiterung des Museums, ein Doppelhaus und Einzeldenkmal aus dem späten 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude mit gespiegeltem Grundriss blieb in seiner Substanz gut und in der Raumstruktur fast unverändert erhalten.

Im 18. und 19. Jahrhundert fungierte das Doppelgebäude als Knabenschule, dann als Volksschule und schließlich als Mädchenschule. Anschließend diente das Haus rund 100 Jahre als Armenhaus der Stadt.

Kostenfreier Audioguide

Zu 44 ausgewählten Objekten können erwachsene Besucher*innen Näheres erfahren - mithilfe des Audioguides unseres Museums. Die Audioguidestationen sind sichtbar neben den Musuemsobjekten angebracht. Für unsere internationalen Besucher stehen die Audioguides in englischer Sprache zur Verfügung.

Für Kinder (10-12 Jahre) führt Museumskater Paul durch das Museum. Er erzählt an 29 Stationen Spannendes über einzelne Ausstellungsstücke, den Alltag in früheren Zeiten und über die Geschichte der Stadt Miltenberg und der Museumshäuser.

Mitmach-Stationen

An den grün gekennzeichneten Stationen in der Dauerausstellung im Museum Stadt Miltenberg können Besucher*innen aktiv werden. Sie können sich zum Beispiel in die Zeit der Römer und ihren Freizeitvertreib zurückversetzen lassen oder beim Blaudruck eine selbstgestempelte Postkarte als Erinnerung an den Besuch im Museum herstellen.

Renaissancegarten

Seit April 2010 befindet sich auf dem Gelände zwischen Museum Stadt Miltenberg und alter Stadtmauer ein bürgerlicher Renaissancegarten. Der Garten wurde vom Förderverein Museum der Stadt Miltenberg e. V. angelegt. Die Rekonstruktion ist bürgerlichen Hausgärten aus der Renaissance nachempfunden. Die Beete sind von Buchsbaum umfasst und mit historischen Pflanzen, u. a. Rosen, bepflanzt.
Die Anlage des Gartens wird gemeinsam mit dem Freundeskreis Museum der Stadt Miltenberg gepflegt.

Führungen

  • Dauer: 1 Stunde
  • Teilnahme: max. 25 Personen
  • Kosten: 50 € für Erwachsene / 36 € für Schüler zzgl. Eintritt

Allgemeine Führung

Einen spannenden Rundgang durch das 1400 m² große Museum Stadt Miltenberg bietet die allgemeine Führung. Dabei werden die Highlights der Sammlung betrachtet, die Hausgeschichte erklärt und Wissenswertes über die Museumsarbeit anhand der Dauerausstellung beleuchtet.

 

Themenführungen

Die Themenführungen geben neben einer allgemeinen Einführung vertiefende Einblicke in ausgesuchte Schwerpunkte.

  •  Hausgeschichte(n) 
  • Das jüdische Miltenberg / GlaubensSache 
  • Römer in Miltenberg 
  • Unter Dach und Fach
  • Spielzeug lässt Kinderaugen leuchten
  • Feuer und Flamme

Miltenberg14Uhr

Jeden Mittwoch um 14 Uhr findet eine Führung durch das Museum Burg Miltenberg statt.

Kosten: 8 € p. Person

keine Voranmeldung!

Mehr Infos zum Führungsangebot auf der Seite von Miltenberg14Uhr

Workshops für Schulklassen

  •   Pro Gruppe max. 25 Teilnehmer
  •   Dauer: 90 / 120 / 180 Minuten
  •   Kosten: 50 € / 65 € / 90 € zzgl. Materialkosten und Eintritt

Leben in der Steinzeit
Anhand einiger originaler Objekte lernen die Kinder das Leben der Steinzeit kennen. In diesem theoretischen Teil werden über ein Steckspiel im Gespräch die drei Abschnitte der Steinzeit (Alt-, Mittel- und Jungsteinzeit) genauer betrachtet.

Im praktischen Teil, der in der museumspädagogischen Werkstatt stattfindet, werden Steinzeitbohrer ausprobiert, mit Naturfarben gemalten, Steinzeitschmuck und Schwirrhölzer hergestellt, mit Stein geschnitten und ein Webrahmen steht zur Verfügung.

Altersempfehlung: ab 8 Jahre

Lehrplanbezüge:

Grundschule: HSU 3/4 4.1 (Zeit und Wandel)

Mittelschule: GPG5 2 (Zeit und Wandel), Ku5 1 (Bildende Kunst)

Realschule: Ku5 2 (Bildende Kunst), G6 2 (Der Mensch und seine Geschichte), G6 7 (Technik verändert das Leben der Menschen)

Förderschule: u. a. Kunst, Geschichte/Politik/Geographie und Natur und Technik

Gymnasium: G6 1 (Der Mensch und seine Geschichte), Ku5 1 (Bildende Kunst), Ku5 2 (Architektur und Produktdesign)

Materialkosten: 3 €

 

 

Römer in Miltenberg
Die Römer schlossen etwa um 155 n. Chr. den Limes beim heutigen Miltenberg an den Main an. Die folgenden 100 Jahre war der „nasse Limes“ ein wichtiger Verteidigungspunkt des Römischen Reichs.  Einige Funde aus der Zeit sind im Museum Stadt Miltenberg ausgestellt. Wie die Römer in „Germania superior“ gelebt haben, ihre Freizeit und Alltag gestalteten, wird im Rundgang durch die Abteilung erarbeitet.

Im praktischen Teil können die Teilnehmer das Schreiben von römischen Zahlen auf Wachstäfelchen ausprobieren. Da Spiele bei den Römern sehr beliebt waren, können ein römisches Rundmühlespiel und römische Kinderspiele ausprobieren werden. Außerdem können sich die Teilnehmer Murmeln und Würfel aus Ton herstellen und ein Rundmühlespiel aus Karton. Filigranes Arbeiten erfordert das Herstellen von römischem Perlenschmuck.

 

Altersempfehlung: ab 8 Jahre

Lehrplanbezüge:

Grundschule: HSU 3/4 4.1 (Zeit und Wandel), D3/4 3.1 (Schreiben)

Mittelschule: GPG5 2 (Zeit und Wandel)

Realschule: G6 5 (Der Mensch und seine Geschichte), D5 3 (Schreiben), Ku6 2 (Bildende Kunst)

Förderschule: u. a. Kunst, Geschichte/Politik/Geographie und Natur und Technik

Gymnasium: G6 5 (Das Imperium Romanum), Ku5 1 (Bildende Kunst), Ku5 2 (Architektur und Produktdesign), L5 3 (Kultureller Kontext), L6 3 (Kultureller Kontext)

Materialkosten: 3 €

 

Historische Schreibstube

Etwas über das Leben im Mittelalter können die Schüler bei einer Dialogführung durch das Museum Stadt Miltenberg erfahren. Bei dem Rundgang durch die historischen Stadthäuser werden die Entwicklung der Schrift und Buchstaben erläutert, verschiedene historische Schriftstücke und das Material angeschaut.

Mit Gänsekielen und Tinte kann im praktischen Teil ein eigenes Schriftstück hergestellt werden. Ein Minnegesang in alter Schrift soll, wie in den mittelalterlichen Schreibstuben auch, kopiert werden. Dabei kann auch ein filigran gestaltetes Kapitälchen erstellt und verziert werden.

 

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Lehrplanbezüge:

Grundschule: HSU 3/4 4.2 (Zeit und Wandel), HSU 3/4 6.1 (Technik und Kultur), D3/4 3.1 (Schreiben)

Mittelschule: D5 3.1, D6 3.1, D7 3.1 (Schreiben (Schreibfertigkeiten)), GPG6 2 (Zeit und Wandel), GPG6 3 (Politik und Gesellschaft)

Realschule: D5 3.1, D6 3.1, D7 3.1 (Schreiben (Schreibfertigkeiten)), G6 7 (Technik verändert das Leben der Menschen), G7 2 (Leben und Herrschaft im Mittelalter), G7 3 (Europa im Wandel vom Mittelalter zur Neuzeit)

Förderschule: u. a. Deutsch, Geschichte/Politik/Geographie und Natur und Technik

Gymnasium: D5 3.1, D6 3.1, D7 3.1 (Schreiben (Schreibfertigkeiten)),Ku5 3 (Interaktion, Inszenierung und Kommunikation), G7 (vom Mittelalter zum Absolutismus) insbesondere G7.3 (Neue räumliche und geistige Horizonte)

Materialkosten: 2 €

 

Waschen wie zu Urgroßmutters Zeiten

Beim Rundgang durch die historischen Häuser des Museum Stadt Miltenberg werden die Schwarze Küche, die Weiße Küche und der Waschplatz besucht. Dort werden einige Fragen geklärt, beispielsweise: Wo wurde früher das Wasser warm gemacht? Wo kam das Wasser her? Wo ging das Abwasser hin?

Beim anschließenden Ausprobieren von den Waschutensilien wird im praktischen Teil deutlich, dass das Waschen noch bis vor 80 Jahren keine leichte Arbeit war. Im Museumshof kann die Gruppe per Hand waschen, einweichen, stampfen, auswringen usw. Nach dem Aufhängen der Wäsche können in der museumpädagogischen Werkstatt noch Wäscheklammern verziert werden.

 

Altersempfehlung: ab 4 Jahre

Lehrplanbezüge:

Grundschule: HSU 1/2 6.1 (Technik und Kultur (Arbeit, technische und kulturelle Entwicklung)), HSU 3/4 4.2 (Zeit und Wandel), HSU 3/4 6.1 (Technik und Kultur (Arbeit, technische und kulturelle Entwicklung))

Mittelschule: WiB5 5, WiB6 6, WiB7 6 (Technik), WiB6 2 (Arbeit)

Realschule: G6 7 (Technik verändert das Leben der Menschen)

Förderschule: Geschichte/Politik/Geographie und Natur und Technik

Materialkosten: 2 €

Achtung: nur für kleinere Gruppen geeignet

 

Eigener Herd ist Goldes wert

Themen während des Rundgangs im Museum sind die Ernährung und Haushaltsführung der damaligen Zeit, auch die Vorratshaltung und deren verschiedenen Methoden wie dörren, einwecken, pökeln, räuchern, kühlen usw. Ein wichtiger Aspekt ist die Entwicklung der Küche und besonders des Herdes. Die Gruppe schaut sich im Museum die sogenannte Schwarze Küche mit offener Herdstelle ohne Kamin und die Weiße Küche mit Sparherd und Eisfink genauer an. Mit einer Geruchsprobe wird die verrauchte schwarze Küche erfahrbar gemacht.

Im Anschluss wird in der museumspädagogischen Werkstatt gemeinsam mit einem handbetriebenen Butterrührfass aus Sahne Butter hergestellt, die danach auch mit einem Brot probiert werden darf. Während des Butterherstellens gibt es noch ein Alt-Neu-Memory (historische und aktuelle Alltagsgegenstände zuordnen, z. B. das Bügeleisen) sowie ein Wörterspiel.

 

Altersempfehlung: ab 6 Jahren

Lehrplanbezüge:

Grundschule: HSU 1/2 4.2 (Zeit und Wandel), HSU 3/4 4.2 (Zeit und Wandel), HSU 3/4 6.1 (Technik und Kultur (Arbeit, technische und kulturelle Entwicklung))

Mittelschule: WiB5 5, WiB6 6, WiB7 6 (Technik), WiB6 2 (Arbeit), GPG6 2 (Zeit und Wandel)

Realschule: G6 7 (Technik verändert das Leben der Menschen)

Förderschule: Geschichte/Politik/Geographie und Natur und Technik

Materialkosten: 4 €

 

 

Mehr Infos zu dem museumspädagogischen Programm ist auf der Homepage der Museen Miltenberg zu finden.

Kindergeburtstage

  • Die maximale Teilnehmerzahl für einen Kindergeburtstag sind 10 Personen.
  • Dauer: 120 min.
  • Kosten: 100 € (inkl. Eintritt, zzgl. Materialgebühr je nach Workshop)

Museumsdetektive gesucht!

Auf der Suche nach einem kleinen Schatz durchstreifen wir als Entdecker das Museum und lösen kniffelige Aufgaben.

Altersempfehlung: ab 7 Jahren

Materialkosten: 2 €

 

Blaudruck

Das Museum besitzt eine große Sammlung von Blaudruck-Modeln. In einem vereinfachten Direktdruckverfahren mit Textilfarben werden verschiedene Techniken ausprobiert.

Altersempfehlung: ab 7 Jahre

Materialkosten: 3 €

T-Shirts und Stoffe müssen selbst mitgebracht werden.

 

Alle Workshops in den Museen der Stadt Miltenberg können auch für Kindergeburtstage gebucht werden.

Mehr Infos zu dem museumspädagogischen Programm ist auf der Homepage der Museen Miltenberg zu finden.