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Julius-Echter-Weg Mespelbrunn

1 Min. Fußweg
Haltestelle Einkaufscenter
5 Min. zur Haltestelle

Der Julius-Echter Weg in Mespelbrunn ist ein ca. 9 Kilometer langer Rundwanderweg über das Leben und Wirken des einstigen Würzburger Bischofs Julius Echter. Entlang des Weges in und um Mespelbrunn befinden sich 11 Stationen mit Kunstwerken aus Stein, Holz und Metall sowie Informationstafeln, auf denen das Leben der historischen Persönlichkeit gewürdigt und gleichzeitig bestimmte Themen kritisch hinterfragt werden.

Der Würzburger Bischof Julius Echter, der Mitte des 16. Jahrhunderts in Mespelbrunn geboren wurde, gehört zweifelsohne zur Geschichte Mespelbrunns und zum gesamten Spessart. Ausgehend vom Schloss Mespelbrunn führt der ca. 9 Kilometer lange Rundweg zum Leben und Wirken von Julius Echter über Hessenthal und entlang der Elsava zurück nach Mespelbrunn. An 11 unterschiedlichen Stationen finden sich Informationstafeln und Kunstwerke von verschiedenen Künstlern.

Hintergrund

Anlässlich des 400. Todestags von Julius Echter am 13. September 2017 wurde die Errichtung des Rundwanderwegs von Pfarrer Manfred Badum initiiert. Finanziell unterstützt wurde das Projekt neben der Katholischen Kirchenstiftung Mespelbrunn auch von der Diözese sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Am 23. Juli 2017 wurde der Weg feierlich eröffnet und die Informationstafeln und Kunstwerke gesegnet.

Rundwanderweg

Die Wanderung durch die Natur startet am Ort der Kindheit Julius Echters, dem Schloss Mespelbrunn. Weiter entlang des Wegs befinden sich neben Informationen der Entwicklung Echters hin zum Fürstbischof von Würzburg und Herzog von Franken auch die Holzskulptur „Der Junge Echter“ von Hanspeter Wedlich. Die Statue wurde mit Motorsäge und Stemmeisen bearbeitet.

An den nächsten beiden Stationen erhält man Informationen zur Geschichte von Mespelbrunn und Hessenthal im 16. Jahrhundert sowie der Gründung der Universität Würzburg im Jahr 1582. Außerdem steht dort das Kunstwerk „Ausblick“ von Stefan Kempf mit tollem Blick auf das Elsavatal.

Weiter führt der Weg entlang alter Obstbäume zu einem dunklen Kapitel der Kirchengeschichte: den Hexenprozessen. Hier besteht die Möglichkeit einen Abstecher zur Dreifaltigkeitskapelle zu machen.
Anschließend führt der Wanderweg bergab, entlang des Kreuzwegs. Oberhalb der Wassertretanlage finden sich historische Informationen zur Reformation und der katholischen Reform. Hier steht auch das Metallkunstwerk „Pole der Macht – Sorgen und Umklammern“ von Josef Speth. Hier bestehet die Möglichkeit den Rundweg abzukürzen (siehe gestrichelte Linie in Karte).

Weiter geht es über den Hessenthaler Höhenweg mit Ausblick auf Hessenthal und die Wallfahrtskirche. Dort folgen auch Informationen über den Kirchenbau unter Julius Echter, der über 300 Kirchen errichtet haben soll.
Im Innenhof der Wallfahrtskirche, einem Ensemble aus 3 Sakralgebäuden, finden Sie eine Steinstele von Steff Bauer. Dort wird dem 400. Todestags Julius Echters gedacht. Die Gnadenkapelle und Wallfahrtskirche sind einen Besuch wert. Dort finden Sie unter anderem das große „Echterepitaph“, eines Kunstwerks, welches die Familie Julius Echters zeigt.

Der Rückweg führt entlang des Baches Elsava zurück Richtung Mespelbrunn. Am Feuerwehrhaus befinden sich öffentliche Toiletten. Nach einem Kinderspielplatz erhalten Sie Informationen über die Förderung der Wallfahrtsorte und die Verehrung von Heiligen durch Julius Echter.

Gegenüber der Maximilian-Kolbe-Kirche finden Sie Informationen zur Gründung des Juliusspitals in Würzburg und somit der Hilfe für die Ärmsten der Stadt. Seit jeher tragen unter anderem die Einkünfte des Weinguts „Julius Spital“, eines der größten Deutschlands, zum Unterhalt des Spitals bei.

Weiter entlang des Wegs wird der Lebensstil von Julius Echter und die Festung Marienberg, die als Wohn- und Regierungssitz diente, behandelt. Der Fürstbischof trieb den Ausbau der Feste voran und hat das heutige Aussehen größtenteils geprägt.