Einer der zwei rekonstruierten Grabhügel mit Infotafel © LAG Main4Eck
Der Standort der ehemaligen Befehlsbaracke © LAG Main4Eck
Einer der zwei rekonstruierten Grabhügel mit Infotafel © LAG Main4Eck
Markierung der einzelnen Hügelgräber © Josef Schulz
Originalstele auf einem Hügelgrab © Josef Schulz
© Grafik-Studio Werner Hillerich
Tafeln zeigen die ehemaligen Grabhügelfelder © Grafik-Studio Werner Hillerich
Ausgangspunkt des Weges mit Holzskulptur © Josef Schulz
Einer der zwei rekonstruierten Grabhügel mit Infotafel © LAG Main4Eck
Der Standort der ehemaligen Befehlsbaracke © LAG Main4Eck
Einer der zwei rekonstruierten Grabhügel mit Infotafel © LAG Main4Eck
Markierung der einzelnen Hügelgräber © Josef Schulz
Originalstele auf einem Hügelgrab © Josef Schulz
© Grafik-Studio Werner Hillerich
Tafeln zeigen die ehemaligen Grabhügelfelder © Grafik-Studio Werner Hillerich
Ausgangspunkt des Weges mit Holzskulptur © Josef Schulz

Grabhügellandschaft – Zeugnisse der Vorgeschichte am Untermain

1 Min. Fußweg
Bus 65 Haltestelle "Mechenhard Weingut Zöller"
15 Min. zur Haltestelle

Der Themenweg zur Grabhügellandschaft bietet mit verschiedenen Informationstafeln, Kunstobjekten und Verweilplätzen einen interessanten Ausflugsort. Durch Erdaufschüttungen wurden Grabhügel rekonstruiert, sodass der Aufbau eines historischen Hügelgrabes aus der Hallstattzeit sichtbar ist. Du kannst darüber hinaus den ehemaligen Gerichtsplatz des „Centgalgen zur Eich“, dessen Wirkungskreis fast den gesamten Südspessart umspannte, sowie die sogenannte Flugwacht aus dem zweiten Weltkrieg sehen.

Grabhügel als historische Geländeform

Die historischen Grabhügel zwischen Mechenhard und Streit werden aufgrund ihrer Lage im Wald und ihrer erosionsbedingten Nivellierung kaum wahrgenommen. Doch durch eine Kombination von Rekonstruktionen archäologischer Strukturen und der Wissensvermittlung mit verschiedenen Informationsmedien werden die einzigartigen Denkmäler der Vorgeschichte für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Erstmalig werden am Bayerischen Untermain Grabhügel als eindrucksvolle Dokumente der Vorgeschichte thematisiert und der Öffentlichkeit präsentiert. Dadurch werden die Besucher auf die historischen Geländeformen und ihre regionale Besonderheit im Südwest-Spessart aufmerksam gemacht.

Beschreibung des Wegs

Ausgehend vom Parkplatz an der Verbindungsstraße zwischen Mechenhard und Schmachtenberg führt ein ca. 2,8 Kilometer langer Rundweg in die hallstattzeitliche Vorgeschichte ein. Der Weg, der eher als Spaziergang konzipiert ist, erklärt dir anhand von verschiedenen Tafeln interessante Informationen zum jeweiligen Wegepunkt. An unterschiedlichen Orten entlang des Themenweges laden dich Bänke zum Verweilen ein. Außerdem befinden sich zwei Kunstobjekte entlang des Wegs. Diese wurden vom Holzbildkünstlers Konrad Franz geschaffen und befassen sich mit der Thematik der Vorgeschichte.

Entlang des Wegs werden dir die Standorte verschiedener Hügelgräberfeldern aus der Hallstattzeit, also ca. aus den Jahren 750 bis 450 v. Chr., in Mechenhard und Streit gezeigt. Anhand einer Rekonstruktion der vorzeitlichen Geländeform wird dir der Aufbau eines Hügelgrabes erläutert.

An einer anderen Stelle findest du Tafeln, die dir Informationen zu verschiedenen Grabungen und Plünderungen an den Hügelgräbern geben. Hier klären sich auch die Fragen, welche Funde aus den Gräbern geborgen wurden und wo diese sich heute befinden. An einer weiteren Rekonstruktion eines Grabhügels wird auf die geschichtliche Vergangenheit der Region hingewiesen.

Wenn du dir ein Bild über den heutigen Zustand der Hügelgräber machen willst, findest du Markierungen an allen Gräber. Darüber hinaus wurden die beiden Erd-Entnahmestellen für die Gräber markiert.
Ein interessanter Standort entlang des Weges ist auch die sogenannte Flugwacht. Dieses Denkmal stammt aus dem zweiten Weltkrieg. Von einem Beobachtungsturm beobachteten damals junge Frauen rund um die Uhr den Luftraum Richtung Westen und meldeten ihre Sichtungen an die Befehlsbaracke. Sowohl der Beobachtungsturm als auch die Befehlsbaracke brannten im Jahr 1945 vollständig ab. Mithilfe zahlreicher Hinweise von Zeitzeugen konnten die Standorte der zwei Gebäude geortet und markiert werden.

Der Weg führt dich anschließend zum Grabhügelfeld auf dem Galgenberg und zum Standort eines früheren Gerichtsplatzes, der im Jahr 1544 nach Klingenberg verlegt wurde. Dieses deutlich jüngere Relikt wurde mit Hilfe einer geo-physikalischen Vermessung gefunden und gibt dem Galgenberg seinen Namen.

Besucher-Info

Der Themenweg in Mechenhard spricht durch die spannende Vermittlung von historischen Fakten alle Altersklassen an und ist somit für Jung und Alt geeignet. Ideal kombinieren lässt sich beispielsweise ein Familien- oder Wanderausflug zu den Grabhügeln mit einer weiteren Wanderung in der Region. Hierfür stehen unter anderem der Fränkische Marienwanderweg oder die Rundwanderwege „Schmetterling“ und „Laubbaum“ zur Verfügung.