Gemeinwohl in die Wirtschaft bringen: Gemeinwohl-Ökonomie, alternatives Wirtschaftsmodell und seine Umsetzung

Dieses Angebot der Veranstaltungen Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Vorderer Spessart lädt ein das alternative Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie kennenzulernen. Dabei werden die ersten Umsetzungsschritte für verschiedene Zielgruppen vorgestellt.

In einem interaktiven Teil werden Fragen beantwortet, wie welchen Werten die Wirtschaft folgt bzw. sollte folgen? Je nach Dauer der Veranstaltung sind Methoden von Murmelgruppen bis zur Entwicklung eines eigenen Kriterienkatalogs möglich. Außerdem werden die Relevanz und konkrete Handlungsmöglichkeiten als Konsumenten, Sparer, Arbeitnehmer usw. geklärt.

Das Angebot dient dem Kennenlernen von Möglichkeiten für die verschiedenen Zielgruppen, in der GWÖ-Bewegung mitzuwirken bzw. selbst aktiv zu werden. Es richtet sich also auch an Unternehmen, Gemeinden, Verbände und Vereine mit sozialpolitischen Themen oder Kirchengemeinden.

Mit dem Angebot kann das alternative Wirtschaftsmodell der Gemeinwohl-Ökonomie und seine Umsetzung vor allem im deutschsprachigen Raum und auch schon hier bei uns kennengelernt und am Ende diskutiert werden.
In einer ausführlicheren Version können mehrfach interaktive Elemente mit eingebaut werden, oder die Veranstaltung auch als alternativer Stadtspaziergang „zu gemeinwohligen“ Geschäften, Initiativen und  Gastronomie gestaltet werden.

Gemeinwohl-Ökonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist ein innovatives, nachhaltiges Wirtschaftsmodell mit dem Ziel einer ethischen Wirtschaftskultur. Als Alternative zum gegenwärtigen Wirtschaftsverständnis baut sie auf den Werten Menschenwürde, ökologische Verantwortung, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, demokratische Mitbestimmung und Transparenz auf.

Hinter der Gemeinwohl-Ökonomie steht die Überzeugung, dass die drängenden Herausforderungen unserer Zeit - von der Ressourcenknappheit über die Klimakrise, vom Verlust der Artenvielfalt bis hin zur größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich - Folgen des Kapitalismus sind und nur ganzheitlich und systemisch zu lösen sind. Als nachhaltiges Wirtschaftssystem bietet die Gemeinwohl-Ökonomie eine Alternative mit konkreten Tools.

Die Gemeinwohl-Ökonomie Bewegung baut in Deutschland auf rund 100 Regionalgruppen, die die Idee und die verschiedenen Umsetzungsschritte in ihrer Region bekannt machen. Dazu gehen sie in Schulen und Hochschulen, organisieren "gemeinwohlige Stadtspaziergänge" und erhöht die Sichtbarkeit "gemeinwohliger Organisationen, Kneipen, Initiativen, Unternehmen etc.". Regionalgruppen gibt es in Aschaffenburg, Würzburg, Frankfurt oder Fulda.

In Aschaffenburg gehören als Unternehmen beispielsweise bereits Schlaraffenburger und der Bioverlag dazu. Mit einem Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aschaffenburg und dem Umweltamt der Stadt Aschaffenburg kooperieren wir.