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Annah Kreuz © ASP
Steinbruch © ASP
Wartturm © ASP
Zahnhaus © ASP
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Kulturweg Durch die Plumgau

Bushaltestelle "Pflaumheim Kirche"
1 Min. zur Haltestelle

Eine sehr alte und heute nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung nennt die Landschaft des westlichen Bachgaus den Plumgau. Danach ist der Kulturradweg benannt, der die Orte Pflaumheim, Radheim, Mosbach und Wenigumstadt länderübergreifend – erschließt. Die meisten kunsthistorisch interessanten Bauwerke (Dorfmauer, Rathäuser) haben ihren Ursprung im 15. und 16. Jahrhundert, als es der Region wirtschaftlich sehr gut ging. Insbesondere das Steinmetzhandwerk florierte in Pflaumheim – zu sehen an den Neidköpfen und den Bildstöcken, die aus dem roten Buntsandstein entstanden. Auch die Kulturlandschaft ist seit Jahrtausenden besiedelt. Von der Steinzeit über die Bronzezeit bis ins Mittelalter hinein weisen die hervorragenden archäologischen Befunde auf hochstehende Persönlichkeiten hin, die hier bestattet wurden. Das Landschaftsbild wird vom Wartturm und der ihn flankierenden Landwehr seit dem 15. Jahrhundert geprägt.

Kulturweg Durch die Plumgau

Der 18 Kilometer lange Kulturradweg beginnt an der Pflaumheimer Kirche und führt stetig bergauf bis zum Wartturm mit seiner prächtigen Aussicht. Der Turm wurde 1492 unter dem Mainzer Erzbischof Berthold von Henneberg errichtet, um die Grenze zur Grafschaft Hanau zu überwachen. Weiter geht es zur Laurentiuskirche in Radheim. Im Marienaltar der Kirche fand sich ein römischer Weihestein, der hier verbaut worden war. In Mosbach trifft man auf eine Anlage des Ritterordens der Johanniter, die im 13. Jahrhundert über einem Kloster errichtet wurde, das bis auf Karl den Großen zurückgeht. In Wenigumstadt verläuft der Weg auf einem Teil des dortigen Kulturweges. Vorbei an der ehemaligen Brücke der Odenwaldbahn geht es bergan bis zum Standort eines römischen Landgutes. über die Station Grabhügel erreichen Sie die Annakapelle, den Steinbruch und schließlich wieder Pflaumheim. Die Grabhügel wurden bereits 1787 auf Betreiben des Grafen Franz von Erbach ausgegraben, was zu diplomatischen Verstimmungen mit dem Kurfürstentum Mainz führte, auf dessen Gebiet die Hügel lagen. Daraus entstand der älteste Bericht einer archäologischen Grabung in unserer Region.

Stationen

  • Start am Kirchplatz
  • Wartturm
  • Laurentiuskirche
  • Johanniterkommende
  • Wenigumstadt Kirche St. Sebastian
  • Wenigumstadt Rathaus und Alte Kirche
  • WenigumstadtWilschenimschder Wallonen
  • Bahnbrücke
  • Hesselburg
  • Pflaumheimer Grabhügel
  • Steinmetze
  • Annakapelle
  • Dorfarchäologie
  • Altes Rathaus

Die Europäischen Kulturwege

Mit dem Projekt der europäischen Kulturwege wird die Landschaft vor der eigenen Haustür in den Mittelpunkt gerückt. Jede Kulturlandschaft weist Besonderheiten auf und kann eine spannende Geschichte erzählen. So wird mit dem Kulturwegeprojekt an Vergangenes erinnert, Neues entdeckt, Unsichtbares sichtbar gemacht und bisher Alltägliches zum Besonderen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung werden auf den Tafeln der Kulturwege visualisiert und lassen sich erwandern. Auf einem Kulturwege gibt es so nicht nur für BesucherInnen Spannendes zu entdecken, auch BewohnerInnen lernen ihren Ort mit neuen Blickwinkeln wahrzunehmen.

Zu jedem europäischen Kulturweg wird ein Folder mit allen wichtigen Informationen herausgegeben, den Sie auf Nachfrage beim ASP, in der Geschäftsstelle des Spessartbundes oder bei den örtlichen Tourist-Informationen erhalten.

Logo Europäische Kulturwanderwege

Archäologisches Spessart-Projekt e. V. 

Das Archäologische Spessartprojekt (ASP) verbindet wissenschaftliche Forschung und bürgerschaftliches Engagement. Im Mittelpunkt steht eine Auseinandersetzung mit dem Thema Kulturlandschaft in all seinen unterschiedlichen Aspekten: Geschichte, Sprache, Kultur, Landschaftsentwicklung, natürliche Voraussetzungen wie Geographie, Topographie, Geologie oder Biologie, aber auch Landschaftsvorstellungen.

Ziel ist die Erforschung, Vermittlung und nachhaltige Entwicklung der Region Spessart und ihrer Randlandschaften. Alle Projekte wie die europäischen Kulturwege, archäologische Grabungen, das Spessart-Geo-Informations-System, pädagogische Programme für Schulen u.v.m. werden im intensiven Dialog und auf Anregung von BürgerInnen und Vereinen aus der Region sowie in enger Abstimmung mit den Behörden und kommunalen Körperschaften durchgeführt.

Mit unseren Aktivitäten wollen wir ein Bewusstsein schaffen, wie in der Entwicklung der Landschaft kulturelle, wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte miteinander verwoben sind, sich gegenseitig beeinflussen und bedingen. Neben dem Fokus auf den Spessart als eine Kulturlandschaft hat das ASP von Beginn an auch eine europäische Dimension. In den Projekten European Cultural Path und Pathways to Cultural Landscapes, die jeweils von der Europäischen Union gefördert wurden, hatte sich das ASP mit vielen weiteren europäischen Landschaftsprojekten zusammengeschlossen. Derzeit ist das ASP in verschiedenen europäischen Projekten aktiv und als beratende Nichtregierungsorganisation beim Europarat in die Umsetzung der Europäischen Landschaftskonvention eingebunden.

Logo Archäologisches Spessart-Projekt